Alle Grupen mit ihren Siegeln, Foto F. Kraufmann
Alle Grupen mit ihren Siegeln, Foto F. Kraufmann
Foto: F. Kraufmann
Foto: F. Kraufmann

 

Das Europäische Kulturerbe-Siegel

 

Ja, wir haben es, das Siegel. Am 12. Juni wird um 17.30 Uhr im Haus der Wirtschaft, Stuttgart das Europäische Kulturerbe-Siegel an 15 Gedenkstätten im ehemalien KZ-Komplex Natzweiler links und rechts des Rheins, deutsche und französische, verliehen. Auch wir gehören dazu.

 

Wir empfinden die Auszeichnung durch das Kulturerbe-Siegel als eine große Ehre, denn dieses Siegel erhielten bislang wichtige Stätten der europäischen Kultur wie das Stadtzentrum von Athen, die Stätten des Musikerbes in Leipzig, die Kirche St. Michael in Schwäbisch Hall als Träger der Reformation und viele andere.

Gleichzeitig ist es für uns Herausforderung und Ermutigung für die weitere Arbeit.

 

Auf dem Podium u.a.  Elias Kopp, SHA, 3. von links                                                                                                       Foto F. Kraufmann
Auf dem Podium u.a. Elias Kopp, SHA, 3. von links Foto F. Kraufmann
Zwei Rollagebilder der Klasse 11, Erasmus Widmann Gymnasium SHA,   Foto F. Kraufmann
Zwei Rollagebilder der Klasse 11, Erasmus Widmann Gymnasium SHA, Foto F. Kraufmann

 

Schülerprojekte:

 

Fotographie- und Kunstprojekt

 

Im Frühjahr 2018 wird von Schülern an den  Stätten des ehemaligen KZ-Komplexes Natzweiler ein Kunstprojekt realisiert. "Was bleibt?" fragen sie sich. Unter der Leitung von Frau Hedwig Maier erarbeitet eine 11. Klasse des Erasmus-Widmann-Gymnasiums Schwäbisch Hall  eine Reihe von beeindruckenden Rollagebildern, in denen  Gesichter der ehemaligen Häftlinge des Lagers mit den Gesichtern der Schüler von heute verschmelzen, - aber sich trotzdem immer fremd bleiben. Sie sind sich nah und doch ganz fern.

 

Eine Gruppe von Schülern der Sibilla Egen Schule Schwäbisch Hall hat zur Erinnerung an die Gefangenen an einem Fotoprojekt teilgenommen. Sie stellen in einer Reihe von Fotos eine Dokumentation der Gedenkstätte her. Aber sie drücken auch ihre persönlichen Reaktionen und Gefühle in einer "subjektiven" Fotoserie aus. Ihr Lehrer Jürgen Gierich begleitete sie bei der Arbeit. Einige der Fotos der Haller Schüler finden sie auf der Einladungskarte, den Katalogen, den Werbefahnen  etc. wieder. Sie müssen den Organisatoren offensichtlich gut gefallen. Auf der homepage der Sibilla Egen Schule  www.sibilla-egen-schule.de/schule/2017-18/kzhessental/kzhessental_1.html können Sie sich die Fotoreihen der Schüler anschauen.

Die Organisatoren sind u.a. die Landeszentrale für politische Bildung, der Verbund der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler e.V. (VGKN), das Centre Européen du Résistant Déporté (CERD) und die Bildungseinrichtung ORT in Straßburg .

Im Haus der Wirtschaft werden die Schülerarbeiten, einige der großen "placards" der mitarbeitenden Künstler und Dokumentationen über die Gedenkstätten gezeigt. Die Ausstellung läuft vom 12. Juni bis zum 4. Juli 2018. Geöffnet ist sie Montag bis Freitag, von 11.00 bis 18.00 Uhr. Am Wochenende ist sie geschlossen.

 

Hier einige Bilder aus der Fotoserie der Schüler der Sibilla-Egen-Schule.

   

Aus der Fotoserie "Subjektives"

 


P. Koppenhöfer rechts
P. Koppenhöfer rechts

Peter Koppenhöfer  erhält von der französischen Stadt Saint-Dié-des-Vosges die "médaille d'or de la ville"  für seine Forschungsarbeit über das KZ Sandhofen-Mannheim, bei der er dem Schicksal  zahlreiche Bürger aus Saint-Dié nachging.

Er ist Autor des Buches "Heinrich Wicker - von der Hitlerjugend zum Führer eines Todesmarsches", herausgegeben von der Initiative KZ-Gedenkstätte Hessental. Dieses Buch können Sie bei uns bestellen unter der Rubrik "Veröffentlichungen- Bücher"

 

http://saintdieinfo.fr/2018/06/medaille-de-ville-de-saint-die-vosges-remise-a-peter-koppenhofer-travaux-deportes-de-mannheim/


 

Ehemalige Häftlinge bekommen ihr "Gesicht" wieder.

 

Bilder sind  für uns heute eine Selbstverständlichkeit und in Überfülle vorhanden. 

Von den Gefangenen im KZ Hessental aber gibt es so gut wie keine Bilder. Oft wissen wir ja nicht einmal ihren genauen Namen, die Herkunft oder das Alter. Auf der Straße verhaftet oder in einer Razzia von der Familie getrennt, so kamen die Gefangenen ins Ghetto oder Lager. Da war keine Zeit für den Abschied von der Familie und erst recht nicht für Bilder. Deshalb  haben wir nur sehr wenig  Fotos vin den Häftlingen. 

Die seltenen Bilder der jungen Menschen haben wir vergößert, auf eine Art Fahnen gedruckt und auf dem Gelände der Gedenkstätte aufgestellt, damit zumindest  einige von ihnen  "ein Gesicht" bekommen.

 

Von links nach rechts auf der Bildleiste:   Jacob Gutman, Chaim Zalcberg,  Chil Igelman, Herschel Wassermann, Majer Blajwajs,  Moszek Friebaum  und  Fajwel Zalcman